Vom »Wesen des Geldes« bis zur »Neuordnung des Geldwesens« bot Katharina Pistor in drei Vorlesungen, den diesjährigen Adorno-Lectures, die Sicht einer sozialwissenschaftlich interessierten Rechtsprofessorin auf das liebe Geld dar. Sie changierte dabei zwischen juristischer Begutachtung, sozialwissenschaftlicher Problematisierung und politischer Intervention. Pistor hatte vor allem mit der Monografie »Der Code des Kapitals« (2020 hierzulande ein weites Publikum gefunden und die Sozialwissenschaften sowie andere Fachfremde für die kapitalismuskonstitutive Rolle des Rechts sensibilisiert. Dieser interdisziplinäre Dialog sollte nun in Frankfurt am Main über das Geld fortgeführt werden. Dass die Reden und Gegenreden an den drei Abenden mitunter etwas weitläufig gerieten, sagte weniger über die »intellektuell stets liquide« Rednerin von der Columbia University New York als über die Widerspenstigkeit des Themas und die überraschende Zusammensetzung des Frankfurter Publikums aus.
Mediathek
[Deutschlandfunk Kultur]
Saskia Gränitz: »Gewalt gegen Obdachlose – Warum die Brutalität wächst«
Interviews, Radiobeiträge, Aus dem IfS
[Frankfurter Rundschau]
FR über die Eröffnung des 2og:dondorf: »In der Dondorf Druckerei ist ein Ort für Kunst und Kultur entstanden«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Was vielen im Raum auf der Seele brennt, spricht Felix Wiegand aus, Experte für Stadtentwicklung und Wohnpolitik auf dem Podium: »Geschichte wiederholt sich«, sagt der Mitarbeiter des IfS und verweist auf andere Orte in Frankfurt, die es heute nicht mehr geben würde, wenn Menschen nicht dafür gekämpft hätten – auch gegen das Gesetz. »Dass diese Menschen, die ermöglicht haben, dass wir hier heute sitzen, jetzt vor Gericht stehen und hohe Bußgeldstrafen zu erwarten haben, ist ein politischer Skandal.« Lauter Applaus erfüllt den Raum zwischen rohen Betonwänden. Ein Bericht zur Eröffnungsveranstaltung des 2og:dondorf (ehem. Dondorf Druckerei) in der Frankfurter Rundschau.
[soziopolis]
Dirk Braunstein im Gespräch mit Hannah Schmidt–Ott: »Die Protokolle zeugen von Kälte und Empathielosigkeit«
Interviews, Aus dem IfS
In den frühen 1950er-Jahren versuchte das Institut für Sozialforschung den Mentalitäten der bundesrepublikanischen Nachkriegsgesellschaft auf die Spur zu kommen. Beim sogenannten »Gruppenexperiment« wurden Personen im Rahmen von Gruppendiskussionen befragt. Große Teile des erhobenen Materials blieben jedoch unveröffentlicht. Das auf zwölf Jahre angelegte, DFG-geförderte Langzeitprojekt Die postnazistische Gesellschaft. Das ›Gruppenexperiment‹ des Instituts für Sozialforschung: Erschließung, Edition, Forschung will das gesamte Materialkorpus nun erstmals zugänglich machen und beforschen. Dirk Braunstein, Leiter des Archivs des Instituts für Sozialforschung, koordiniert das Projekt. Herr Braunstein, zu Beginn ganz grundsätzlich gefragt: Was zeichnet das Gruppenexperiment als Forschungsmethode aus?
[UniReport]
UniReport über die »Schlaglichter« des IfS
Zeitungsartikel, Über das IfS
100 JAHRE INSTITUT FÜR SOZIALFORSCHUNG. »Schlaglichter« erinnern auf der Website des Instituts an seine »häufig sagenumwobene, in jedem Fall aber wechselhafte Geschichte«.
[evangelisch.de]
Stephan Lessenich: »Gesellschaft verdrängt Folgen des Klimawandels«
Interviews, Aus dem IfS
Trotz scharfer Mahnungen vor den Folgen steigender Temperaturen verschiebt die Politik die Klimaziele. Katastrophenszenarien nutzen sich ab, sagt der Soziologe Lessenich. Hilfreich wäre es, die Vorteile notwendiger Veränderungen zu betonen.
[nd]
nd über die Adorno-Vorlesungen 2025: »Wer macht überhaupt das Geld?«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Die Juristin Katharina Pistor spricht im Interview mit Stephan Kaufmann über die herrschende Geldordnung und über die Frage, wer von dem System profitiert.
[jacobin]
Jacobin über die Adorno-Vorlesungen 2025: »Unser Geldsystem erodiert die Demokratie«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Um zu einer gerechteren Gesellschaft zu kommen, braucht es ein anderes Geldsystem, findet die Juristin Katharina Pistor. Im Interview spricht sie über das Problem mit Krypto, die Zukunft des Euro und darüber, wie demokratische Banken funktionieren könnten.
Adorno und Bourdieu. Zum Verhältnis von Sozio- und Psychoanalyse
Bilder
Alle Fotos sind von Micha Reinke. Das Copyright liegt beim Fotographen. Mit Beiträgen von Christine Kirchhoff, Frank Schultheis, Vera King und Stephan Lessenich Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft steht seit jeher im Zentrum soziologischer Reflexion. Während die analytische Bestimmung dieses Verhältnisses bisweilen einseitig – im Sinne individueller Autonomie oder gesellschaftlicher Determination – erfolgt, gehen die theoretisch produktiveren Ansätze von einer komplexen Verflochtenheit aus. Sie verbleiben dabei jedoch häufig an der Oberfläche einer Semantik von »Struktur« und »Handeln«, ohne die Bedeutung des Psychischen systematisch einzubeziehen. Als weiterführende und gerade auch für das Verständnis zeitgenössischer Krisen wegweisende Zugänge im Sinne einer substanziellen Verschränkung von Sozio- und Psychoanalyse können hingegen die kritischen Theorien Bourdieus und Adornos gelten. Vor diesem Hintergrund gingen Institut für Sozialforschung (IfS) und Sigmund-Freud-Institut (SFI) in einer gemeinsamen Abendveranstaltung den Fragen nach, welche konzeptionelle und methodologische Bedeutung der Rekurs auf Psychoanalyse je für die soziologischen Analysen Adornos und Bourdieus hatte, und inwiefern beider Theorieangebote und Perspektivierungen wiederum miteinander vermittelt werden können.










Öffentliche Abendveranstaltung im 2og:dondorf (ehemalige Dondorf Druckerei)
[TAZ]
Alexandra Schauer und Daniel Mullis: »Der Glaube, dass wir uns verändern können, geht verloren«
Interviews, Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Städte gelten als progressiv, doch auch dort gewinnen Rechte Stimmen. Zwei Forschende erklären, warum fehlende Zukunftsvisionen eine Gefahr sind.
[soziopolis]
soziopolis über die Adorno-Vorlesungen 2025: »Frankfurt School statt Frankfurter Schule«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Bericht zu den Adorno-Vorlesungen »In guter Verfassung? Zur Neuordnung des Geldes« von Katharina Pistor am 22., 23. und 24. Oktober 2025 in Frankfurt am Main
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