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[PRO ASYL]

Manuela Bojadžijev: »Laudatio. Feier der Solidarität und Menschlichkeit: Verleihung des Menschenrechtspreises der Stiftung PRO ASYL an drei Persönlichkeiten«

Zeitungsartikel, Über das IfS

Die Stiftung PRO ASYL hat am heutigen Samstag, 13. September, in Frankfurt am Main mit ihrem diesjährigen Menschenrechtspreis drei Persönlichkeiten gewürdigt, die sich seit vielen Jahren für ein gutes Ankommen von Geflüchteten in Deutschland und für deren Rechte einsetzen. Die Laudator*innen hoben die Beharrlichkeit, Menschlichkeit und Solidarität der Ausgezeichneten hervor – gerade in Zeiten, in denen Schutzsuchende oft nicht als Chance, sondern als Problem gesehen werden.

Laudatorin Dr. Manuela Bojadžijev, Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin, sagte über die Preisträger*innen Immaculate Chienku und Johannes Borgetto, ihre Handlungen »sind ein stetiger, beharrlicher Versuch und ein Beispiel dafür, Humanität so zu behaupten, dass sie Horizonte öffnet. Und dabei geht es um nichts weniger als die Möglichkeit eines neuen Anfangs für die Asylpolitik, den wir alle brauchen.«


[FAZ]

Sarah Speck: »Frauen sind heute mehrfach belastet«

Interviews, Zeitungsartikel, Aus dem IfS

Sie sind berufstätig, aber der Haushalt ist häufig allein ihre Sache. Eine gute Mutter zu sein bedeutet etwas anderes, als ein guter Vater zu sein. Und dann wäre da noch das Aussehen. Die Soziologin Sarah Speck über fehlende gesellschaftliche Reflexion in Fragen der Gleichberechtigung, nicht-zuständige Männer, Überforderung und den Rückzug ins Private.


[subzeroes Magazin]

Mirko Broll: »Kritisches Denken«

Interviews, Zeitungsartikel, Aus dem IfS

„Hegel bemerkte irgendwo, dass alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.“

– Karl Marx in „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“ –

Wir treffen uns mit Mirko Broll vom Frankfurter Institut für Sozialforschung (IfS), um über unsere Demokratie zu sprechen.


[nd]

nd über die Adorno-Vorlesungen 2023: »Etwas, das in uns allen steckt«

Zeitungsartikel, Über das IfS

In »Psychoanalyse und Antisemitismus« aktualisiert Ilka Quindeau die Analysen der Kritischen Theorie

»Wozu Antisemitismus?« So lautet knapp der Titel der ersten von Ilka Quindeaus drei Adorno-Vorlesungen aus dem Jahr 2023, die auch den drei Kapiteln in dessen Buch »Psychoanalyse und Antisemitismus« entsprechen. Dies gibt die Richtung der Untersuchung vor; mit der Frage nach dem Zweck stellt die Autorin sich in die Tradition der frühen Kritischen Theorie, die nach psychodynamischen Erklärungen der Empfänglichkeit für Antisemitismus suchte. Damit tritt die Soziologin und praktizierende Psychoanalytikerin aus dem Definitions- und Zuweisungsmodus gegenwärtiger Debatten heraus. Dass Quindeaus vor dem folgenschweren 7. Oktober 2023 gehaltenen und danach (trotzdem) in diesem Jahr in Buchform herausgegebenen Vorträge für Selbstkritik statt Schuldzuweisungen oder Antisemitismusdefinitionen plädieren, macht sie nicht zu Apologien der (neuen) Antisemiten. Vielmehr gilt das Erkenntnisinteresse der Psychoanalytikerin der Wurzel, Funktion und Persistenz antisemitischer Meinungen, die in ihrer unbewussten Form gesellschaftlich überall vorkämen, eben nicht nur bei den »weltanschaulichen Antisemiten«.


[jungle world]

jungle world über das IfS: »Postnazismus in der BRD – Schuld und Abwehr«

Zeitungsartikel, Über das IfS

Das »Gruppenexperiment« des Instituts für Sozialforschung enthüllte Anfang der fünfziger Jahre das Fortleben der Nazi-Ideologie in den Köpfen der Deutschen. Die Ergebnisse wurden nie vollständig veröffentlicht – das soll nun nachgeholt werden.


[FAZ]

Sarah Speck: »Sollten Frauen wie eine Prinzessin behandelt werden?«

Interviews, Zeitungsartikel, Aus dem IfS

Tasche tragen, Tür aufhalten, Maniküre zahlen – in sozialen Medien wird diskutiert, welche Standards Frauen in Beziehungen erwarten können. Das ist mal harmlos bis albern, kann aber auch schnell ins Extreme umschlagen.


[soziopolis]

soziopolis über »Im Schatten der Tradition«: »Im Licht der Moderne«

Rezensionen, Zeitungsartikel, Über das IfS

Eine inklusivere Geschichte des Instituts für Sozialforschung

Wenn es um die Personen, das Theorieprogramm und die empirischen Studien geht, für die das Frankfurter Institut für Sozialforschung (IfS) seit seiner Gründung im Jahr 1923 in der interdisziplinären und internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft bekannt ist, denkt zuerst wohl kaum jemand an Margarete Lissauer, Hilde Weiss, Clara Zetkin, Käthe Leichter, Else Frenkel-Brunswik, Elisabeth Lenk, Gretel Adorno, Christel Eckart, Ursula Jaerisch, Helgard Kramer oder Karin Flaake, um nur einige Namen zu nennen. Denn die inzwischen gut hundertjährige Geschichte des IfS wird bislang gemeinhin als eine Geschichte nur von Männern erzählt. Dass es sich dabei aber auch um die Geschichte einer »strukturelle[n] Exklusion nicht-männlicher Wissenschaftler:innen« (S. 8–9) handelt, so Sarah Speck, Initiatorin und Mitherausgeberin des hier besprochenen Sammelbandes, bleibt zumeist im Dunkeln.


[Soziologiemagazin: publizieren statt archivieren]

Christina Engelmann: »Materialistischer Feminismus – Ein Expert*inneninterview mit Christina Engelmann. Interview mit Marc Blüml«

Interviews, Aus dem IfS

Marc Blüml: Guten Tag Christina Engelmann und vielen Dank für Deine Bereitschaft zu diesem Interview zum Materialistischen Feminismus. Einstiegs würde mich interes- sieren, was einen materialistischen Blick auf Fragen der Geschlechterverhältnisse gegenüber anderen Perspektiven auszeichnet?


[Konkret 9]


[NDR]

Manuela Bojadžijev: »Zehn Jahre ›Wir schaffen das‹: Migrationsforscherin zieht Bilanz«

Interviews, Radiobeiträge, Aus dem IfS

Am 31. August 2015 sagte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Wir schaffen das." Manuela Bojadžijev, Professorin für Migration in globaler Perspektive an der Humboldt-Universität zu Berlin, zieht Bilanz.
Im Sommer und Herbst 2015 kamen hunderttausende Flüchtlinge nach Deutschland und trafen hier auf eine beispiellose Willkommensbewegung. Doch seitdem ist viel passiert. Migration ist seit zehn Jahren eines der Dauerthemen in Politik und Gesellschaft - und wird häufig eher als Problem betrachtet. Dabei fällt die Bilanz gar nicht so negativ aus, sagt die Migrationsexpertin Manuela Bojadžijev im Gespräch.