Mediathek
[taz]
Sina Arnold, Stephan Lessenich und Maren Möhring: »Menschenrechte, aber nicht für alle«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Der Diskurs über Geflüchtete wird feindseliger – auch Forscher wie Daniel Thym tragen zur Erosion des menschenrechtlichen Konsenses bei. Eine Replik. Schon 2018 bezeichnete der damalige Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Migration als »Mutter aller Probleme«. Die seither sich entwickelnde gesellschaftspolitische Debatte zeigt, dass diese Diagnose mittlerweile zum parteiübergreifenden Konsens geworden ist. Wer sich heute öffentlich über das Migrationsgeschehen äußert, spricht in aller Regel im selben Atemzug von Überforderung und Begrenzung.
[WOZ]
WOZ mit einer Rezension über »Im Schatten der Tradition«: »Das IfS und die Frauen«
Rezensionen, Zeitungsartikel, Über das IfS
Was Philipp Lenhard und Jörg Später mit ihren Monografien zur Geschichte des wirkmächtigen, 1923 von Felix Weil gegründeten Instituts für Sozialforschung (IfS) und der Frankfurter Schule bereits anhand einzelner Biografien ausgeführt haben, wird nun in einem neuen Sammelband mit dem Titel »Im Schatten der Tradition« vertieft und um zahlreiche Details erweitert: Frauen waren keine unbedeutenden Randfiguren in der Geschichte des IfS, also »nur« Sekretärinnen oder Ehefrauen, sondern im Gegenteil in hohem Maß an der Institutsarbeit beteiligt. Sie wurden allerdings systematisch ausgeblendet, vergessen oder nur in Fußnoten erwähnt.
[jungle world]
jungle world über »Im Schatten der Tradition«: »Frauen in der Frühgeschichte des Frankfurter Instituts für Sozialforschung«
Rezensionen, Zeitungsartikel, Über das IfS
Die Geschichte des Frankfurter Instituts für Sozialforschung (IfS) wird zumeist anhand der Biographien und Werke männlicher Protagonisten erzählt. Der kürzlich erschienene Band »Im Schatten der Tradition« wirft einen dezidiert feministischen Blick auf die 100jährige Geschichte des IfS und verdeutlicht die hartnäckige androzentrische Ausblendung der Tätigkeiten von Frauen am und im Umfeld des Instituts in seiner gängigen Geschichtsschreibung. Die Beiträge vergegenwärtigen, dass das IfS von Beginn an Frauen in die Forschung eingebunden hat und zu verschiedenen Zeitpunkten geschlechtertheoretische Überlegungen am Institut entwickelt wurden, die in Verbindung zu politischen Debatten standen. Der hier republizierte Text »Frauen in der Frühgeschichte des Frankfurter Instituts für Sozialforschung« eröffnet den Band.
[welt]
welt über die Publikation der Adorno–Vorlesungen 2023: »Was die Psychoanalyse über den Judenhass weiß«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Antisemitismus scheint eine anthropologische Konstante zu sein. Auszurotten jedenfalls ist der Hass auf Juden nicht. Aber wie lässt er sich erklären? Ilka Quindeau versucht es mit Psychoanalyse. Die Psychoanalytikerin Ilka Quindeau hat ein Buch geschrieben, das den Antisemitismus aus der Sicht ihres Fachs analysiert. Das ist ein kluger Akzent, denn so rückt eine Perspektive ins Zentrum, die uns verloren gegangen ist.
[nd]
Sarah Speck und Stephan Voswinkel: »Institut für Sozialforschung: Unsichtbare Arbeit«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Frauen waren am Frankfurter Institut für Sozialforschung oft unterrepräsentiert und jene Arbeit, die nicht dem Geniekult entsprach, blieb unsichtbar.
[NZZ]
NZZ über die Publikation der Adorno–Vorlesungen 2023: »Manchmal diene die Kritik an Antisemiten dazu, vom eigenen Antisemitismus abzulenken, sagt Ilka Quindeau«
Rezensionen, Zeitungsartikel, Über das IfS
Antisemitismus scheint eine anthropologische Konstante zu sein. Auszurotten jedenfalls ist der Hass auf Juden nicht. Aber wie lässt er sich erklären? Ilka Quindeau versucht es mit Psychoanalyse. Judenfeindliche Gewalttaten nehmen weltweit zu, die Frage nach den Wurzeln des Antisemitismus drängt sich auf. Ilka Quindeau nähert sich ihr aus der interdisziplinären Perspektive, die sie als Soziologin und Psychoanalytikerin mitbringt. Ihr Buch »Psychoanalyse und Antisemitismus« geht auf die Frankfurter Adorno-Vorlesungen von 2003 zurück. Das erklärt das zugrunde liegende Erkenntnisinteresse. Es geht der Autorin um eine Rekonstruktion und Aktualisierung der Antisemitismusforschung, die im erweiterten Umfeld einer an Sigmund Freud orientierten kritischen Theorie entstanden ist.
[soziopolis]
soziopolis über die Tagung Kritische Theorie und Soziologische Theorie: »Flood the zone with theory«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Bericht zur Tagung »Kritische Theorie und Soziologische Theorie« am 20. und 21. Februar 2025 in Frankfurt am Main
Jedes Nachdenken über das Verhältnis von kritischer und soziologischer Theorie, zumal wenn es sich – wie die von der DGS-Sektion Soziologische Theorie ausgetragene Tagung »Kritische Theorie und Soziologische Theorie« am 20. und 21. Februar 2025 – in Frankfurt am Main ereignet, schreibt gewollt oder ungewollt die Geschichte einer einst spannungsreichen Beziehung fort. Bereits das Gründungsdokument der Frankfurter Schule, die Antrittsrede des jungen Direktors Max Horkheimer am Institut für Sozialforschung im Jahr 1931, versuchte, ein Programm kritischer Sozialforschung gegen die in der Weimarer Republik an den deutschen Hochschulen allmählich Fuß fassende akademische Soziologie in Stellung zu bringen. In den 1950er-Jahren wirkten Horkheimer und Theodor W. Adorno dann an der institutionellen Verfestigung der Soziologie in der jungen Bundesrepublik mit, ohne dabei allerdings ihre intellektuelle Distanz zu dem Fach aufzugeben. Umgekehrt verhielt sich das junge Fach in der Bundesrepublik nicht selten reserviert gegenüber den 1951 aus dem amerikanischen Exil zurückgekehrten Frankfurtern. Im Positivismusstreit der 1960er-Jahre und in der westdeutschen Studentenbewegung vertieften sich die Gräben zwischen einem akademischen Lehrfach, das nicht zuletzt auf Betreiben Horkheimers und Adornos sich in ein Diplom-Hauptfach verwandelt hatte, und einem sozialphilosophischen Denken, das in Zusammenhang mit der Theorie der Arbeiterbewegung stand, auch wenn dies nach 1945 kaum mehr erkennbar war.
[Radio Corax]
Radio Corax spricht mit Christina Engelmann über »Im Schatten der Tradition«
Radiobeiträge, Über das IfS
Mit der Frankfurter Schule verbinden die meisten Menschen Brillengesichter, wie Theodor W. Adorno und Max Horkheimer, Walter Benjamin, Friedrich Pollock, vielleicht noch Herbert Marcuse oder Leo Löwenthal - also zunächst einmal bestimmte Männer. Dass Geschichte und Wissenschaft nicht nur aus Männern besteht, beweist der Sammelband mit dem Titel »Im Schatten der Tradition. Eine Geschichte des IfS aus feministischer Perspektive«. Er ist nicht ganz unabsichtlich, am 8. März, dem feministischen Kampftag erschienen und möchte sich der Geschichte vom Institut für Sozialforschung, kurz: IfS, feministisch annähern. Wir sprachen mit einer der Autor:innen, Christina Engelmann.
[jungle world]
jungle world über Dirk Braunsteins »Adornos Kritik der politischen Ökonomie«
Rezensionen, Zeitungsartikel, Über das IfS
Dass Theodor W. Adorno Marx las, und vor allem wie er ihn las, darüber hat Dirk Braunstein, der Archivleiter des Instituts für Sozialforschung, schon vor Jahren ein detailreiches Buch geschrieben, das nun in dritter, erweiterter Auflage in einem neuen Verlag erschienen ist.
Der Ça-ira-Verlag druckt bei manchen seiner Bücher ein besonders wichtiges Zitat direkt aufs Cover. Die Neuausgabe von Dirk Braunsteins »Adornos Kritik der politischen Ökonomie« trägt auf ihrem Buchdeckel die Worte: »›Mit politischer Ökonomie hat sich Adorno nie befaßt‹, sagt Jürgen Habermas, und das Gegenteil ist wahr.«
[taz]
Manuela Bojadžijev, Ivo Eichhorn, Serhat Karakayali und Bernd Kasparek: »Migration und Demokratie«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Flucht und Asyl beherrschen den Wahlkampf. Statt die Realität der Migrationsgesellschaft zu bekämpfen, braucht es eine neue Form der Bürgerschaft.
Seit Tagen gehen Hunderttausende auf die Straße, um gegen das parlamentarische Paktieren von CDU/CSU, FDP und AfD ein Zeichen zu setzen. Denn seit den Ereignissen der vergangenen Woche im Bundestag ist für viele die Möglichkeit eines konservativ-faschistischen Bündnisses vorstellbarer geworden. Friedrich Merz hat demonstriert, dass er trotz gegenteiliger Beteuerungen bereit ist, für seine Vorhaben die Zustimmung der AfD einzusammeln.
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