Mediathek
[NZZ]
NZZ über die Publikation der Adorno–Vorlesungen 2023: »Manchmal diene die Kritik an Antisemiten dazu, vom eigenen Antisemitismus abzulenken, sagt Ilka Quindeau«
Rezensionen, Zeitungsartikel, Über das IfS
Antisemitismus scheint eine anthropologische Konstante zu sein. Auszurotten jedenfalls ist der Hass auf Juden nicht. Aber wie lässt er sich erklären? Ilka Quindeau versucht es mit Psychoanalyse. Judenfeindliche Gewalttaten nehmen weltweit zu, die Frage nach den Wurzeln des Antisemitismus drängt sich auf. Ilka Quindeau nähert sich ihr aus der interdisziplinären Perspektive, die sie als Soziologin und Psychoanalytikerin mitbringt. Ihr Buch »Psychoanalyse und Antisemitismus« geht auf die Frankfurter Adorno-Vorlesungen von 2003 zurück. Das erklärt das zugrunde liegende Erkenntnisinteresse. Es geht der Autorin um eine Rekonstruktion und Aktualisierung der Antisemitismusforschung, die im erweiterten Umfeld einer an Sigmund Freud orientierten kritischen Theorie entstanden ist.
[soziopolis]
soziopolis über die Tagung Kritische Theorie und Soziologische Theorie: »Flood the zone with theory«
Zeitungsartikel, Über das IfS
Bericht zur Tagung »Kritische Theorie und Soziologische Theorie« am 20. und 21. Februar 2025 in Frankfurt am Main
Jedes Nachdenken über das Verhältnis von kritischer und soziologischer Theorie, zumal wenn es sich – wie die von der DGS-Sektion Soziologische Theorie ausgetragene Tagung »Kritische Theorie und Soziologische Theorie« am 20. und 21. Februar 2025 – in Frankfurt am Main ereignet, schreibt gewollt oder ungewollt die Geschichte einer einst spannungsreichen Beziehung fort. Bereits das Gründungsdokument der Frankfurter Schule, die Antrittsrede des jungen Direktors Max Horkheimer am Institut für Sozialforschung im Jahr 1931, versuchte, ein Programm kritischer Sozialforschung gegen die in der Weimarer Republik an den deutschen Hochschulen allmählich Fuß fassende akademische Soziologie in Stellung zu bringen. In den 1950er-Jahren wirkten Horkheimer und Theodor W. Adorno dann an der institutionellen Verfestigung der Soziologie in der jungen Bundesrepublik mit, ohne dabei allerdings ihre intellektuelle Distanz zu dem Fach aufzugeben. Umgekehrt verhielt sich das junge Fach in der Bundesrepublik nicht selten reserviert gegenüber den 1951 aus dem amerikanischen Exil zurückgekehrten Frankfurtern. Im Positivismusstreit der 1960er-Jahre und in der westdeutschen Studentenbewegung vertieften sich die Gräben zwischen einem akademischen Lehrfach, das nicht zuletzt auf Betreiben Horkheimers und Adornos sich in ein Diplom-Hauptfach verwandelt hatte, und einem sozialphilosophischen Denken, das in Zusammenhang mit der Theorie der Arbeiterbewegung stand, auch wenn dies nach 1945 kaum mehr erkennbar war.
[Es geht auch anders! Podcast der Heinrich Böll Stiftung]
Manuela Bojadžijev und Bernd Kasparek 2025: »#Solidarität. Visionen für eine Migrationspolitik der Zukunft«
Podcasts, Aus dem IfS
Was passiert, wenn Migration nicht als Herausforderung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern als Triebfeder für die Demokratisierung der Demokratie verstanden wird? Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Es geht auch anders! Visionen für eine Migrationspolitik der Zukunft" lud das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. zum Gespräch mit Prof. Dr. Manuela Bojadžijev und Dr. Bernd Kasparek ein.
[Radio Corax]
Christina Engelmann: »Im Schatten der Tradition. Eine Geschichte des IfS aus feministischer Perspektive«
Rezensionen, Interviews, Radiobeiträge, Aus dem IfS
Mit der Frankfurter Schule verbinden die meisten Menschen Brillengesichter, wie Theodor W. Adorno und Max Horkheimer, Walter Benjamin, Friedrich Pollock, vielleicht noch Herbert Marcuse oder Leo Löwenthal - also zunächst einmal bestimmte Männer. Dass Geschichte und Wissenschaft nicht nur aus Männern besteht, beweist der Sammelband mit dem Titel »Im Schatten der Tradition. Eine Geschichte des IfS aus feministischer Perspektive«. Er ist nicht ganz unabsichtlich, am 8. März, dem feministischen Kampftag erschienen und möchte sich der Geschichte vom Institut für Sozialforschung, kurz: IfS, feministisch annähern. Wir sprachen mit einer der Autor:innen, Christina Engelmann.
[Theorieblog]
Sonja Buckel: »Mit Kant gegen Schmitt – Demokratie und Rechtsstaat bei Ingeborg Maus«
Aus dem IfS
Ingeborg Maus ist am 14. Dezember 2024 im Alter von 87 Jahren verstorben. Aus dem Kreis der Politischen Theorie und Ideengeschichte sind Nachrufe hier, hier und hier erschienen.
Der Theorieblog widmet Ingeborg Maus einen Schwerpunkt, der in Form von drei Beiträgen in dieser und den kommenden zwei Wochen unterschiedliche Aspekte ihres politischen Denkens beleuchtet. Den Auftakt gibt heute Sonja Buckel mit Perspektiven auf Maus‘ demokratietheoretische Überlegungen zum Zusammenhang von Demokratie und Rechtsstaat.
[jungle world]
jungle world über Dirk Braunsteins »Adornos Kritik der politischen Ökonomie«
Rezensionen, Zeitungsartikel, Über das IfS
Dass Theodor W. Adorno Marx las, und vor allem wie er ihn las, darüber hat Dirk Braunstein, der Archivleiter des Instituts für Sozialforschung, schon vor Jahren ein detailreiches Buch geschrieben, das nun in dritter, erweiterter Auflage in einem neuen Verlag erschienen ist.
Der Ça-ira-Verlag druckt bei manchen seiner Bücher ein besonders wichtiges Zitat direkt aufs Cover. Die Neuausgabe von Dirk Braunsteins »Adornos Kritik der politischen Ökonomie« trägt auf ihrem Buchdeckel die Worte: »›Mit politischer Ökonomie hat sich Adorno nie befaßt‹, sagt Jürgen Habermas, und das Gegenteil ist wahr.«
[chrismon]
Marina Martinez Mateo: »Lebt Identitätspolitik von Stammesdenken?«
Interviews, Aus dem IfS
Steckt die Identitätspolitik in der Krise? Die Philosophin Marina Martinez Mateo findet, dass es andere Konzepte braucht, um Diskriminierung zu begegnen. Was gibt ihr Hoffnung?
[taz]
Manuela Bojadžijev, Ivo Eichhorn, Serhat Karakayali und Bernd Kasparek: »Migration und Demokratie«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Flucht und Asyl beherrschen den Wahlkampf. Statt die Realität der Migrationsgesellschaft zu bekämpfen, braucht es eine neue Form der Bürgerschaft.
Seit Tagen gehen Hunderttausende auf die Straße, um gegen das parlamentarische Paktieren von CDU/CSU, FDP und AfD ein Zeichen zu setzen. Denn seit den Ereignissen der vergangenen Woche im Bundestag ist für viele die Möglichkeit eines konservativ-faschistischen Bündnisses vorstellbarer geworden. Friedrich Merz hat demonstriert, dass er trotz gegenteiliger Beteuerungen bereit ist, für seine Vorhaben die Zustimmung der AfD einzusammeln.
[taz]
Manuela Bojadžijev, Ivo Eichhorn, Serhat Karakayali und Bernd Kasparek: »Migration und Demokratie: Flucht und Asyl beherrschen den Wahlkampf. Statt die Realität der Migrationsgesellschaft zu bekämpfen, braucht es eine neue Form der Bürgerschaft«
Zeitungsartikel, Aus dem IfS
Flucht und Asyl beherrschen den Wahlkampf. Statt die Realität der Migrationsgesellschaft zu bekämpfen, braucht es eine neue Form der Bürgerschaft.
Seit Tagen gehen Hunderttausende auf die Straße, um gegen das parlamentarische Paktieren von CDU/CSU, FDP und AfD ein Zeichen zu setzen. Denn seit den Ereignissen der vergangenen Woche im Bundestag ist für viele die Möglichkeit eines konservativ-faschistischen Bündnisses vorstellbarer geworden. Friedrich Merz hat demonstriert, dass er trotz gegenteiliger Beteuerungen bereit ist, für seine Vorhaben die Zustimmung der AfD einzusammeln.
[AStA-Zeitung (Uni Frankfurt)]
AStA-Zeitung (Uni Frankfurt) über »Im Schatten der Tradition«: »Im Schatten der Tradition«
Rezensionen, Zeitungsartikel, Über das IfS
Das Frankfurter Institut für Sozialforschung (IfS) hat im letzten Jahr sein 100-jähriges Jubiläum gefeiert. Dieser Anlass und die damit einhergehende erhöhte Aufmerksamkeit für das Institut machten erneut deutlich, dass dessen Geschichte in der Regel anhand der Biografien und Werke männlicher Protagonisten erzählt wird. In seiner gängigen Geschichtsschreibung erscheint das Institut so als Ort einer intellektuellen Tradition, in der weder Frauen noch Fragen der Geschlechterverhältnisse eine Rolle spielen.
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