Aktuelles
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Schlaglichter auf 100 Jahre IfS
In der Frühphase der Bundesrepublik stand die Durchsetzung der Mitbestimmung im »Zentrum der Politik der deutschen Gewerkschaften und ihrer Vorstellungen einer Umgestaltung der Wirtschaft. Besonders die Mitbestimmung in den Aufsichtsräten der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entflochtenen Großkonzerne der Eisen- und Stahl- (Montan-)Industrie galt ihnen und auch großen Teilen der politischen Öffentlichkeit bis in die CDU hinein als wesentlich für eine Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt. Erinnert wurde das Machtkartell zwischen nationalsozialistischem Regime und großen Teilen der Stahlkonzerne, die schließlich erheblich von der Rüstungs- und Kriegswirtschaft profitierten. Auch der Mannesmann-Konzern hatte zu den Gründern der sog. 'antibolschewistischen Liga' gehört und sich an der Finanzierung der NSDAP beteiligt.« (Wiggershaus 1988: 534f.)
Hier geht es zum kompletten Schlaglicht.
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CfP: »Kämpfe um Solidarität und Emanzipation«, 28. April bis 30. April, Frankfurt am Main
»Jin, Jiyan, Azadî«, »Für die Freiheit, für das Leben…«, »Hoch die internationale Solidarität!«, »Lesbians and Gays support the Miners«. Diesen und ähnlichen Parolen liegen Ideen von Emanzipation und Solidarität zugrunde, die seit Jahrhunderten progressiven Bewegungen auf der ganzen Welt als normative Bezugspunkte dienen. Doch was sind diese normativen Grundlagen und wie lassen sie sich begründen? Emanzipation wird in diesem Kontext als die Überwindung von Herrschaft und Unterdrückung durch eine tiefgreifende Veränderung
der gesellschaftlichen Strukturen gefasst. Solidarität wiederum lässt sich als ein Modus des gemeinsamen Handelns und der angestrebten Beziehungen zwischen gesellschaftlichen Gruppen und Personen verstehen, der die politische Praxis anleitet.
Herzlich eingeladen sind Promovierende der Begabtenförderungswerke sowie alle interessierten Nachwuchswissenschaftler*innen aus dem In- und Ausland, die sich im Rahmen von empirischen Fallstudien oder theoretischen Überlegungen mit dem Konferenzthema beschäftigen. Wir freuen uns auf diskussionseröffnende Beiträge aus jeglichen Wissenschaftsdisziplinen. Für die Präsentationen stehen 20 Minuten sowie zehn Minuten zur Diskussion zur Verfügung. Vorschläge für Beiträge sind in Form von Abstracts (Umfang: max. 500 Wörter) mit Kurzlebenslauf bis zum 21. Januar 2025 einzureichen.
Der vollständige Call mit allen Informationen kann hier heruntergeladen werden.
Kontakt: WT2025@boeckler.de
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CfP: »Struggles for solidarity and emancipation«, from April 28 to April 30, Frankfurt am Main
›Jin, Jiyan, Azadî‹, ›For freedom, for life...‹, ›Solidarity forever!‹, ›Lesbians and Gays Support the Miners‹. These and similar slogans are based on the concepts of emancipation and solidarity that have served for centuries as normative reference points for progressive movements around the world. But what are these normative principles and how can they be explained? In this context, emancipation is understood as the overcoming of domination and oppression through a fundamental change of social structures. Solidarity, in turn, can be understood as a mode of joint action and desired relationships between social groups and individuals which guides political practice.
We cordially invite doctoral candidates of Germany’s scholarship foundations as well as all interested young researchers from Germany and abroad who, in the context of their empirical studies or theoretical works, are engaged with the conference topic. We look forward to discussion-opening contributions from all academic disciplines. Each presentation will be given 20 minutes plus 10 minutes for discussion. Proposals for contributions are to be submitted in the form of abstracts (length: max. 500 words) with a short CV no later than 21 January 2025.
The call for papers wirth all the information can be downloaded here.
For questions and submissions: WT2025@boeckler.de
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Adorno-Vorlesungen 2024
Vom 27. bis 29. November 2024 in Frankfurt am Main.
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WestEnd 2024–02
»Die alte Idee des Kosmopolitismus benennt eine ganz und gar gegenwärtige politische Forderung. Das heißt jedoch nicht, dass sie eine politische Selbstverständlichkeit darstellt oder sogar dabei wäre, sich in der Wirklichkeit einzulösen. Im Gegenteil, ein tatsächlich kosmopolitisches Zusammenleben scheint in weite Ferne gerückt.«
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IfS Aus der Reihe #3
Die gesellschaftlichen Verhältnisse als unhaltbar auszuweisen, gehört seit eh und je zum guten Ton der Kritischen Theorie. Dass sie deswegen ein unproblematisches Verhältnis zur praktischen Gesellschaftskritik hätte, wird man allerdings nicht behaupten können. Die vielfältigen Orte der Kritik an den Verhältnissen – eben nicht nur in der Akademie, sondern auch im Alltag, auf der Arbeit, als Aktivismus – machen der wissenschaftlichen Kritikproduktion durchaus zu schaffen. Indem dieses Buch einige außerakademische Orte gesellschaftskritischer Praxis besucht, stellt es sich der Frage, wo und wie sich Theorie und Praxis wechselseitig stärken können. Für kritische Gesellschaftstheorie im Handgemenge bedeutet das, beweglich zu bleiben und sich von der Praxis der Kritik inspirieren und irritieren zu lassen. So schonungslos sich Kritische Theorie gegenüber den gesellschaftlichen Verhältnissen zeigt, so ungeschützt müsste sie sich auch einer praktisch gewordenen Kritik stellen. Im Wissen darum, dass letztlich beide das Gleiche wollen: dass es anders wird.
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Schlaglichter auf 100 Jahre IfS
Das IfS wird 100 - und Schlaglichter werden auf seine häufig sagenumwobene, in jedem Fall aber wechselhafte Geschichte geworfen.
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Materialistischer Feminismus. Gegenwartsanalysen zu Geschlecht im Kapitalismus
Herausgegeben von Christina Engelmann und Lisa Yashodhara Haller unter der Mitarbeit des Forums kritischer Wissenschaften (fkw)
Angesichts der zunehmend destruktiven Effekte, die mit der kapitalistischen Verwertungslogik als strukturierendem Prinzip unserer Gesellschaft einhergehen, gewinnt der Materialistische Feminismus besondere Aktualität. Wie aber tragen die Strukturlogik des Kapitals und die daraus hervorgehenden Verselbständigungstendenzen zum Fortbestehen, aber auch zum Wandel der Geschlechterverhältnisse bei? Welche Machtasymmetrien und welche Formen von Gewalt gehen damit einher? Und welche Rolle spielt hier die Familie, in der sich über den intergenerationalen Vermögenstransfer Klassenverhältnisse reproduzieren?
Die in dem Band versammelten Theorie- und Forschungsarbeiten aus dem Feld der Geschlechterforschung diskutieren, wie eine materialistisch-feministische Perspektive zur kritischen Erschließung unserer Gegenwart beitragen kann. Die Autorinnen untersuchen gesellschaftliche Phänomene von besonderer Dringlichkeit, indem sie historische Perspektiven mittels eigener theoriegeleiteter Analysen und empirischer Studien aktualisieren, etwa zu Körperökonomien, Unternehmenskulturen oder Familienmodellen. Zugleich eröffnen die Beiträge Ausblicke auf alternative Formen der Organisation des gemeinsamen Wirtschaftens und Lebens und verhandeln so auch die Frage nach den Möglichkeiten einer emanzipatorischen Praxis.
Frankfurt am Main & New York 2024 - Campus Verlag, 203 Seiten
EUR 38,00
Open Access: Materialistischer Feminismus, ein E-Book von Christina Engelmann, Lisa Yashodhara Haller - Campus Verlag
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Working Paper #22
Democratic participation rights in the workplace are a central demand of the labour movement but have been increasingly contested in recent decades. The institutions and agencies of the EU investigated in our research are not only characterized by the absence of externally de'ined and controlled labour rights. In fact, from a constitutional perspective, they rather appear as premodern legal monsters. In this paper three aspects of this labour regime will be discussed: how to gain a foothold in interest representation in a union-aversive environment, the nexus between unionism and professionalism, which is important for understanding the mechanism of political participation in this 'ield, and 'inally the institutional framework and legal constructions which led to a situation where labour rights must be reclaimed from scratch. This working paper documents selected 'indings of the pilot study funded by the European Trade Union Institute (ETUI), which allowed us to explore this largely unexplored 'field of ‘Interest representation and labour relationships at the supranational level’ and develop our current and ongoing project with a broader focus on labour in supranational organizations.